Lieblingskonzerte 2016.

Ich habe im Jahr 2016 sage und schreibe 76 Konzerte und Festivals besucht. Das sind wesentlich mehr, als in all den Jahren zuvor, seitdem ich angefangen habe, regelmäßig (exzessiv) Konzerte zu besuchen. Da fällt es mir jetzt am Ende des Jahres umso schwerer, mich für die besten zu entscheiden. Denn jedes war ja auf seine Art und Weise gut – zumindest fällt mir auf Anhieb keine Show ein, die so richtig kacke war.

Aber trotzdem möchte ich das Jahr rekapitulieren lassen in Form meiner Konzerthighlights.

  1. FJORT

    Ob es die Tour Anfang des Jahres war, die kleinen oder großen Festivals im Sommer oder die Herbstreise – ich habe FJORT in diesem Jahr 34 Mal gesehen und kann wirklich nicht eine einzige Show herauspicken und sagen, dass sie besser, als alle anderen war. Da wurde in Hamburg und in Karlsruhe in Geburtstage reingefeiert. Es gab Aktionen wie Jennis und meinen Spontantrip nach Braunschweig und nach Horb am Neckar. Es gab 784 Bier und soviele wunderschöne Erinnerungen.

  2. 29.06.2016 – Frank Turner & The Sleeping Souls – Bonn, Brückenforum

    Auch Frank Turner durfte ich in diesem Jahr zum ersten Mal live sehen – und dann noch ein paar Mal mehr. Das Konzert in Bonn habe ich einfach nur ausgewählt, weil mir die Setlist am besten gefallen hat. Wegen Tell Tale Signs und weil, hach.

  3. 11.06.2016 – Turbostaat – Koblenz, Circus Maximus

    Ich habe Turbostaat endlich, endlich live gesehen, nachdem ich viel zu lange nie ein Ticket bekommen habe. Der Circus Maximus war die perfekte Location dafür und alles war großartig.

  4. 12.11.2016 – Captain Planet – Gebäude 9, Köln

    Diese Band wird für immer mein Herz besitzen und deshalb war ich umso glücklicher, als ich noch ein Ticket für das bereits ausverkaufte Konzert bekommen konnte.

  5. 5.08.2016 – Kettcar & Adam Angst – Knust, Hamburg

    Ich habe zum ersten Mal Kettcar live gesehen und das auch noch in Hamburg. Mehr muss ich nicht sagen, oder?

  6. 25.09.2016 – Heisskalt – Das Bett, Frankfurt

    Auch Heisskalt durfte ich dieses Jahr des öfteren sehen und es war so wunderbar. Genauso, wie das Album, das in diesem Jahr rausgekommen ist, waren auch die Shows sehr intensiv. Ehrlich gesagt hatte ich das nach dem ersten Album kaum erwartet.

  7. 22.07.2016 – Love A – Oettinger Villa, Darmstadt

    Das war vermutlich das wärmste Konzert diesen Jahres und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr so richtig, wie wir das eigentlich bis zum Ende ausgehalten haben.

  8. 23.08.2016 – Thrice – Live Music Hall, Köln

    Okay, das war auch ziemlich warm. So warm, dass ich eigentlich nicht viel vom Konzert gesehen habe, aber irgendwie war es doch alles schön und erinnerungswert.

  9. 20.11.2016 – Tancred & Into It. Over It. – Mono Café, Glasgow

    Ich war dieses Jahr in Schottland und weil ich IIOI in Köln nicht sehen konnte, sind wir kurzerhand nach Glasgow gefahren und hatten einen wunderbaren Abend. Außerdem habe ich mein Herz an Tancred verloren.

  10. 10.04.2016 – Adam Angst – Stahlwerk, Düsseldorf

    Auch diese Show steht nur stellvertretend für alle Adam Angst Shows, die ich dieses Jahr wieder gesehen habe. Es war wie immer wunderbar!

Die fünf besten Alben, die ich 2015 in meinen Händen halten durfte.

Während auf dem Herd Schokolade für das Dessert morgen schmilzt, muss ich noch schnell über meine 5 liebsten musikalischen Veröffentlichungen diesen Jahres schreiben. Alles andere wäre halt falsch.

Und während ich das ganze Jahr dachte, dieses Jahr hätte es gar nicht soviel tolle Alben gegeben, wird mir beim Schreiben dieses Posts klar: doch, gab es.

  1. Adam Angst – s/t

    Naja, damit hätte man rechnen können, wenn man mich ein bisschen kennt. Oder ein bisschen diesen Blog liest. Oder ein bisschen mein Twitter liest. Bereits Ende Februar erschienen, ist dieses Album wohl mein Lieblingsalbum diesen Jahres. Weil soviel tolle, aber auch wichtige Songs darauf sind und weil ich schon soviele „schöne“ Momente damit verbinde.

  2. Donots – Karacho

    Einfach, weil ich mir, seit ich die Donots 2014 auf dem Hurricane live sah, gewünscht habe, dass da mehr deutsche Songs kommen. Damals gab es ja nur „Das Neue bleibt beim Alten“, aber so ein ganzes Album auf Deutsch ist irgendwie toll. Und so ganz anders, als die Alben vorher.

  3. Radio Havanna – Unsere Stadt brennt

    Ein Album, dass ich eigentlich nur kaufte, weil mir die Band eben vom Namen schon bekannt war. Es hat mich dann aber doch mehr überrascht, als ich es erwartet hätte und so hatte ich es dieses Jahr schon einige Male auf meinem Plattenteller und höre es immer noch wirklich gerne – alleine für Songs wie „Glasherz“ oder „Komm zurück“ gibt es an dieser Stelle große Liebe.

  4. Sondaschule – Schön kaputt

    Vermutlich halte ich mich mittlerweile viel zu oft im Ruhrgebiet auf, aber Sondaschule sind schon sehr große Liebe geworden mit diesem neuen Album. Viele ruhigere, aber sehr, sehr schöne Songs – man bedenke nur den Titelsong. Mit der Entscheidung, alles selbst zu machen, wurde wohl alles richtig gemacht.

  5. Love A – Jagd und Hund

    Love A kannte ich, wie hier schon einmal beschrieben, schon etwas länger, aber so richtig gekriegt haben sie mich erst dieses Jahr. „Schuld“ war dabei auch das neue Album, das so einige meiner liebsten Songs der Band enthält (100.000 Stühle leer, Ein Gebet).

Aber auch fürs nächste Jahr hat sich schon das ein oder andere Album angekündigt, auf das ich mich schon sehr freue. Ich denke dabei an Turbostaat, Fjort und natürlich KMPFSPRT.

Die fünf besten Konzerte, die ich 2015 sehen durfte.

Ich glaube, ich war konzerttechnisch selten soviel unterwegs, wie dieses Jahr. Und ich bin bisher auch nie soweit gefahren, wie ich es dieses Jahr mit Casper in der Wuhlheide in Berlin zum ersten Mal gemacht habe. Es sollte aber tatsächlich auch nicht das letzte Mal bleiben. Mich dabei auf nur fünf Konzerte zu beschränken, ist aber gar nicht mal so leicht.

  1. Adam Angst – Hamburg, 25.07.2015 (Molotow)

    War ein super überraschendes Konzert und vermutlich Schuld an vielem, was in diesem Jahr noch so passieren sollte. Es war aber auch eines der anstrengendsten Konzerte, das ich jemals besuchte. Davon erzählte ich bereits hier schon einmal.

  2. Sondaschule – Oberhausen, 1.03.2015 (Zentrum Altenberg)

    Eines der verrücktesten Konzerte des Jahres. Eine Benefiz-Veranstaltung für das ebenfalls in Oberhausen stattfindende Olgas-Rock Festival mit Abstimmung für die Setlist. Dementsprechend auch viele Songs, die sonst wohl nicht gespielt worden wären, aber auch die Klassiker. Inklusive nackter Menschen auf der Bühne und Bierdusche von oben bis unten.

  3. Farin Urlaub Racing Team – Köln, 14.05.2015 (Palladium)

    Ach, FU. Das ausverkaufte, zweite Konzert hat den ersten Abend wirklich noch einmal getoppt und bleibt auch für immer mehr in Erinnerung, als Düsseldurf einen Monat später wegen schönerer Location. Allein für die Songs, die am ersten Abend nicht gespielt wurden, allen voran Unter Wasser empfinde ich auch sehr viel Liebe.

  4. Kraftklub – Kosmonaut Festival, 27.06.2015

    Eigentlich hätte ich hier jedes Kraftklub-Konzert nennen können, dass ich in diesem Jahr besuchte, allerdings war das Kosmonaut einfach super von der Kulisse her. Auch wenn ich nach dem Konzert dank völlig ausgeartetem Feuerwerk sowas wie eine Dreadlock hatte (zum Glück hänge ich nicht an meinen Haaren).

  5. ANGSTSPRT – Jena, 16.10.2015 (Kassablanca)

    Wenn man davon absieht, dass Jena für von außerhalb Kommende wohl die behindertste Stadt aller Zeiten ist, war das Konzert wirklich sehr, sehr, sehr super. Auch, wenn ungefähr alles kaputt ging (und mit alles meine ich auch alles) und wohl jeder Besucher plus beide Bands einmal auf meinem Kopf lagen.

Natürlich gab es noch viele andere und auch sehr tolle Konzerte. Ich sah zum ersten Mal Turbostaat live und bin angefixt. Zum Glück gibt’s da schon Anfang des nächsten Jahres neues Material und ebenfalls Konzerte. Ich sah zum ersten Mal (zumindest mit geistiger Anwesenheit, denn die zwei Konzerte vorher zählen irgendwie nicht) Love A und muss auch hier ganz dringend noch ganz viel nachholen.

Ganz generell will ich allerdings beibehalten, die kleinen Läden zu besuchen, weil mir besonders zum Ende des Jahres hin wieder aufgefallen ist, wieviel cooler das eigentlich ist.

„Wichtiger als müssen, ist immer noch das wollen ..“ // ADAM ANGST und KMPFSPRT im Oktober

Nach der letzten Festivalshow, die Annika und ich von Adam Angst im Sommer in Hürth sahen, hatten wir ziemlich schnell Karten für die Tour im Oktober zusammen mit KMPFSPRT bestellt. Zunächst nur für die beiden Konzerte in Münster und Essen. Nach einiger Überlegung dann auch für die Show in Trier, weil das von Bonn aus ja gar nicht mal so weit weg ist, wie wir feststellen mussten, und für Bremen, weil es an einem Freitag war. Für mich folgten dann irgendwie auch noch Karten für die restlichen 6 Shows – wenn die beiden Lieblingsbands zusammen auf Tour gehen muss man das doch ausnutzen, oder? ODER?!

Den großen Teil der ersten Woche kann man sehr gut bei Annika nachlesen. Außerdem muss ich nach Jena leider ein bisschen die rechte Hand schonen – immerhin ruft die Uni auch schon wieder.

Auf den zehn Konzerten der Tour habe ich auf jeden Fall ein paar wundervolle Clubs und kleine Hallen überall in Deutschland verstreut kennengelernt. Einer der Favoriten war dabei der vermutlich am weitesten entfernte Club: das Conne Island in Leipzig. Vielleicht liegt diese spontane Vorliebe aber auch daran, dass am Vortag der Tourauftakt in Trier im Mergener Hof stattfand. Eine Art Kellerclub, der mir gar nicht mal so sehr zugesagt hat. Vor allem die mir bis dahin vollkommen unbekannten Youth Man aus England sagten mir in diesem Rahmen gar nicht zu, weil der Sound einfach nicht allzu gut war (runde Decke, wuhu?!). Schon nach Leipzig folgte dann aber auch mein kleiner Heavy Rain Ohrwurm – ein Phänomen, das sich während dieser knapp 14 Tage noch häufig wiederholen sollte.

Generell wurden viele unterschiedliche Veranstaltungsorte bespielt. Von den kleineren Locations in Münster (Gleiss 22) oder der Tower in Bremen, hin zu kleinen Hallen, wie der Weststadthalle in Essen oder der Kranhalle in München.

In meinem persönlichen Ranking waren mir die kleinen Clubs immer die liebsten, was aber durchaus nicht heißen soll, dass es in Essen oder in München nicht voll gewesen wäre.

Nach einem kurzen Umbau betraten dann auch KMPFSPRT die Bühne. Auch die Band aus Köln hab ich schon öfter sehen können – bisher allerdings leider immer nur im größeren Rahmen als Support für Jennifer Rostock und Casper. Ich muss nach den Clubshows jetzt auch ganz ehrlich sagen, dass es mir so im Kleinen viel besser gefallen hat – vielleicht aber auch einfach aus dem Grund, weil sie in diesem Rahmen bekannter waren, als bei den größeren Shows.

Die Setlist war mit Halt.Nein.Anders – mein absoluter Herzenssong – und Staubsaugerlunge, sowie Nachtsicht auch mit meinen liebsten Songs bestückt. Auch wenn ich mich nicht über Theorie der guten Chance beschwert hätte.

In der Setlist gab es dann aber auch noch zwei ganz neue Songs zu hören, die erst auf dem neuen Album im nächsten Jahr erscheinen werden: Intervention und Ich hör die Single nicht. Besonders zweiterer hat es mir angetan und schwirrt mir jetzt schon in regelmäßigen Abständen durch den Kopf. Mein Ohrwurm und ich finden es übrigens überhaupt nicht in Ordnung, Ich hör die Single nicht erst nächstes Jahr so richtig hören so können. Besonders großartig fand ich allerdings, die neuen Songs jeden Abend anzusagen, indem man das Publikum darum bat, sich KMPFSPRT als Guns N‘ Roses/Bon Jovi/Queen vorzustellen und in ähnliche Jubelstürme auszubrechen.

Mit Mr Big lief ja nicht so gut, aber darüber will ich hier auch gar nicht weiter reden.

Im Anschluss folgten dann auch nach einer weiteren Umbaupause – wie soll es anders sein – Adam Angst. Die Pause wurde aber allein schon durch eine ziemlich geschmackvolle Playlist mit unter anderem Alles Gut von Heisskalt und Pennen bei Glufke von Turbostaat versüßt. Die absolute Überraschung war allerdings Monty Pythons Always look on the bright side of life kurz vor dem Beginn der Show, wie gewohnt mit Jesus Christus. Die Show der Band zeigt wie immer, wie sehr sie sich selbst über die regelmäßig vollen Clubs freuen. Es wird alles gegeben, auch wenn immer mal wieder angemerkt wird, dass alle schon von Beginn der Tour an bereits krank sind – fällt allerdings gar nicht auf!

Es wird ein Set aus den 11 Songs des Albums gespielt, denn mehr ist ja leider noch nicht da, auch wenn des öfteren danach verlangt wird, einfach noch einmal von vorne anzufangen (O-Ton: „Wir sind doch nicht Haftbefehl!“)

Im Gegensatz zu den Festivalshows musste bei der Tour auch nicht auf Flieh von hier verzichtet werden und auf Altar konnte man sich auch an jedem Abend freuen. Hier bleibt vor allem die hervorragende Ansage in Erinnerung (O-Ton: „Und jetzt die Mädchen ‚Fick dich, Adam!‘ … Hach ..“)

Besonders wichtig waren allerdings Songs wie Professoren, Splitter von Granaten oder auch KMPFSPRTs Musikdienstverweigerer (ft. Felix Schönfuss). Besonders hier wurde mir deutlich, in welchen Städten Fremdenfeindlichkeit aktuell leider mehr oder weniger Thema ist.

Lieblingsshow ist und wird wohl die Show in Jena im Kassablanca bleiben. Auch wenn die Stadt an sich für mich ziemlich anstrengend war – nachts durch den Wald laufen wird nicht mein neues Hobby werden – war die Show an sich einfach völlig absurd. Und ein wenig pannenreich mit einer spontan zum letzten Song des KMPFSPRT-Sets aussetzenden Gitarre, sowie einem abhanden gekommenen Gitarrengurt und Schlagzeugproblemen bei Adam Angst. Alles gut und kreativ gelöst worden! Dazu gab es unendlich viele Stagediver und ganz generell einen Abend, der bestimmt sehr lange und hoffentlich immer in Gedanken bleiben wird.

Wäre die Show in Jena der Tourabschluss gewesen, wäre es wohl alles noch ein bisschen fetter gewesen, da im Gegensatz dazu in Bayreuth (im Rahmen des Kneipenfestivals) eben auch sehr viele Leute waren, die beide Bands gar nicht so richtig kannten. Die beiden Auftritte waren wie immer auch in Bayreuth sehr gut, allerdings gefiel mir persönlich der ganze Rahmen nicht allzu gut – drehen in Bayreuth eigentlich alle regelmäßig zum Kneipenfestival einmal im Jahr völlig durch?

Abschließend bleibt mir jetzt nur noch zu sagen, dass ich mir nichts besseres hätte vorstellen können, als eben diese zehn Konzerte zu besuchen. Es hat sich sehr gelohnt, auch wenn ich wohl vorher noch nie soviel Zeit in Fernbussen oder Zügen verbracht habe – für das nächste Mal hätte ich vorsichtshalber gerne Thrombosestrümpfe und ein Dekubituskissen. Ich hatte allerdings vorher auch noch nie so einen guten Grund, nach Kiel zu fahren. Oder Bremen. Oder, oder, oder …

Zuletzt gilt es dann nur noch zu sagen: Im November geht es weiter – kann man ja schon mal anfangen, sich drauf zu freuen!

Adam Lie … äh, ANGST bei Rock am Teich 2015

Samstag. Eine Woche nach dem Olgas Rock in Oberhausen, stand das Rock am Teich in Hürth an. Eigentlich nur aus einem Grund: Adam Angst würden am Abend dort spielen. Die Gelegenheit, dass man gleich in der Nähe wohnt, wollte genutzt werden und so machten Annika und ich uns mit mutigem Vorhaben auf nach Hürth.

Schnell festgestellt dass die Wegbeschreibung (zweimal links, einmal rechts und fertig) die nett ausgedrückte Variante war und man gefühlt einmal ganz Hürth durchqueren musste, bevor man noch einmal das komplette „Festivalgelände“ umrunden musste, um den Eingang zu finden. Das hatte aber doch den Vorteil, dass wir nicht mehr allzu lange auf Adam Angst warten mussten, als wir dann irgendwann endlich angekommen waren und Bändchen um hatten.

Als erstes fällt auf, dass die ganze Veranstaltung relativ klein ist. Vor der Bühne befindet sich keinerlei Absperrung und das fühlt sich seltsam an – allerdings nur solange, bis das Konzert dann auch schon anfängt. Wie schon auf den letzten besuchten Konzerten der Band mit Jesus Christus. Was am Anfang auffällt ist, dass der Sound nicht allzu gut ist und man Sänger Felix kaum verstehen kann – könnte aber auch am dezenten Männergesang schräg hinter’m rechten Ohr liegen.

Meinem Empfinden nach hat sich der Sound auch irgendwann gebessert – zumindest bis es angefangen hat zu regnen und auf einmal nichts mehr aus Richtung Bühne zu hören war. Bis dahin gab es aber noch die vom Album bekannten Song, darunter Was der Teufel sagt – bei dem stets zum Tango aufgerufen wird und Annika und ich beherrschen es doch inkompetenterweise immer noch nicht! – oder der von mir viel zu sehr geliebte (Pop-)Song Altar.

Wo Sänger Felix am Anfang noch groß tönte, dass es bisher auf keinem Festival regnete, auf dem die Band gespielt hat, fing es pünktlich zu Splitter von Granaten dann doch genau damit an. Und das gar nicht mal zu knapp. Für die zwei Strophen hielt der Sound jetzt auch noch, aber dann kam die große Stille – naja, sowas ähnliches halt.

Das ganze Problem mit dem Sound wurde aber auch relativ schnell wieder gefixt und der Rest des Songs konnte auch noch gespielt werden, bevor sich sämtliche Besucher auch erst einmal auf die Suche nach einem trockenen Plätzchen machten.

Hiermit komme ich auch zurück zu unserem sogenannten mutigen Vorhaben: das Booklet der Platte unterschreiben lassen. Eigentlich ja keine schlechte Idee, weil das Booklet wirklich sehr schön ist und ich mich sehr gefreut habe, dass es beiliegt, aber dem Regen hat es auch im Turnbeutel nicht richtig standgehalten. Wie auch immer – Charakterbooklet.

Und jetzt schon unglaubliche Vorfreude auf die Konzerte im Oktober.