Retrospektive pt. 1

Am Montag bin ich vom Deichbrand zurückgekommen – schön, mit ordentlichem Sonnenbrand und zerstörten Schuhen. Wie das eben sein muss. Aber: das war wunderschön und an sich ein großartiges Festival mit großartigem Line Up. Das hat vor allem dazu geführt, dass ich in der letzten Woche zu großen Teilen nur Biffy Clyro gehört habe (Spoiler: Der Deichbrand-Auftritt war wunderbar).

Ein paar wenige andere Sachen waren aber auch noch dabei. Aufmerksam machen möchte ich auf einen Song ganz besonders:

Keine Ahnung, das war in meinem Mixtape und ich habe Max Prosa vorher nie gehört, aber Song und Text sind wunderbar und sollten gehört werden.

Außerdem habe ich mir das Debütalbum Asleep in the Kaatskills von The Great Albatross angehört und es durchaus hörbar gefunden. Es hat mich nur nicht wirklich von den Socken gerissen, aber das macht es ja nicht schlecht. Dafür sticht das Artwork für mich wirklich ins Auge, weil es so farbenfroh ist.

Daneben habe ich in dieser Woche ziemlich viele Pocasts gehört. Genau genommen, sehr viele Podcasts über Mordfälle und verschwundene Personen. Ein paar davon möchte ich hier auch kurz erwähnt haben:

The Trail went cold – Minisode 24 – The Truth Fellowship (Episode vom 26.07.17)

Es geht grob um das Verschwinden von 4 Personen im Umfeld einer Sekte oder sektenähnlichen Gruppierung.

My Favourite Murder with Karen Kilgariff and Georgia Hardstark – 79 – The Sharpest Needle (Episode vom 27.07.17)

Nicht mein liebster Podcast, aber der erste Teil der Episode war einfach so erschreckend, dass ich seitdem ich es gehört habe, die ganze Zeit darüber nachdenken muss. Es geht um das sogenannte „Collar Bomb Heist“ und hier gibt es auch noch einen Artikel von WIRED dazu.

Americana für euch – Maximum Security Incarceration (Episode vom 28.07.17)

Einer meiner liebsten Podcasts mit der letzten neuen Episode. Es geht um Hochsicherheitsgefängnisse in den USA und ist wie immer wunderbar und sympathisch aufgemacht.

Secta – #6 Church of Satan – Alles nur Show? (Episode vom 28.07.17)

Hier wird darüber gesprochen worum es sich bei der Church of Satan handelt und inwieweit eine Gefahr davon ausgeht.

In den letzten zwei Tagen habe ich mich dann auch noch einmal ein bisschen damit beschäftigt, Elementary weiterzugucken. Mittlerweile mag ich die Serie wirklich gerne und sogar besser als Sherlock von der BBC, da irgendwie viel mehr Zeit ist, sich mit den beiden Hauptcharakteren zu beschäftigen und irgendwie Raum für mehr Zwischenmenschliches ist. Da die fünfte Staffel bei Netflix noch nicht online ist, bleiben mir noch 12 Folgen, bis ich erst einmal durch bin. Danach wartet aber immer noch der Rest von Sense8 auf mich.

Nützlich gemacht habe ich mich diese Woche dann aber doch auch noch und neben ein paar Sachen für den Umzug auch wieder jeden Tag gekocht – denn, ich habe endlich wieder Lust darauf!

Meine Favoriten waren ein Pfannengericht mit Zucchini, Paprika und Kichererbsen und eine Pilz-Karotten-Pfanne (das Fleisch in beiden Rezepten habe ich durch vegetarische Alternativen ausgetauscht). Die vegane Carbonara aus Blumenkohl ist bei mir leider durchgefallen wegen der Unansehnlichkeit.

Ich glaube, hiermit habe ich über meine Woche soweit alles gesagt. Allerdings mchte ich mir Mühe geben und versuchen, das jetzt jeden Sonntag zu machen. Mal sehen, wie das so läuft.

Auf den Tisch gebracht #2: Auberginen-Überfresserei und andere Experimente

Neue Woche, neues Essen auf den Teller gebracht. Naja, nicht so ganz. Sonntag und Montag habe ich mich auf Dinge berufen, die ich schon einmal in der elterlichen Küche gekocht hatte. Aber die haben jetzt auf jeden Fall auch die Chaoten-Küche-Prüfung bestanden.

Zum einen war das die Ziegenkäsepasta, die es auch hier auf dem Blog schon einmal ausführlich mit Rezept gab.

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Montag gab es das Winter-Ratatouille aus dem letzten Post dieser Reihe noch einmal, diesmal allerdings mit Reis, statt mit Couscous. Allerdings habe ich jetzt festgestellt, dass Couscous mir in diesem Rahmen deutlich besser schmeckt, falls ich es in naher Zukunft noch einmal kochen werde. Allerdings spricht da dagegen, dass ich mich dann Dienstag endgültig an Aubergine überfraß, da diese schließlich auch noch aufgebraucht werden musste. Ihr seht – für eine Person kochen ist nicht immer ein Riesenspaß.

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Die Restaubergine gab es dann also Dienstags in Form von Pasta mit Auberginen-Sugo und, was soll ich sagen? Irgendwie finde ich, dass es ähnlich wie das Ratatouille vom Vortag war. Karotten waren in Form von ein bisschen Salat auch dabei, den ich auf abenteuerliche Weise durch die komplette Küche verteilte, beim Versuch, die Karotten zu raspeln.

Das Auberginen-Sugo würde ich in dieser Form allerdings nicht wieder kochen. Vielleicht kennt jemandem von euch eine fancy Variante, Auberginen zuzubereiten? Am besten ohne stückige Tomaten im Rezept?

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Am Mittwoch ging ich schlussendlich morgens im 9 los, um meine erste Gemüsetüte abzuholen. Seit Montag wusste ich, was sich darin befinden würde und ich hatte mir bereits ein paar Sachen herausgesucht, die ich damit kochen wollte. Nur der Lauch, der stand immer noch einsam und alleine da und wusste nicht, wie er verwertet werden sollte. Ihr müsst wissen: Ich hasse Lauch! In jeglicher Form!

Da ich es wohl auch nicht lange ertragen hätte, die zwei Stangen Lauch im Kühlschrank liegen zu haben, entschloss ich mich für eine abgespeckte Art von Gemüsesuppe, denn an Sellerie mangelte es mir dann doch. Bevor ich zur Uni losmusste, schnippelte ich also schnell die zwei Stangen Lauch und eine handvoll Möhren – die sich ebenso in meiner Gemüsetüte befanden – und deponierte das ganze im Kühlschrank.

Nachdem ich zwei Vorlesungen hinter mich gebracht hatte, sah die Gemüsesuppe schlussendlich so aus:

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Dank des Auberginen-Sugos am Dienstag sah mich der dreiviertelvolle Becher Ricotta am Donnerstag immer noch vorwurfsvoll an, als ich den Kühlschrank aufmachte. Ich entschloss mich also nach einem unnützen Versuch, in einen Sprachkurs zu kommen, Ricotta-Küchlein zuzubereiten. Wie Pfannkuchen, nur eben mit Ricotta – schmeckt hervorragend! Dazu gab es den Kopf Salat, der sich ebenfalls in der Gemüsetüte befand. Nach eingehenden Gesprächen mit meinem Vater über die Beschaffenheit des Salates bin ich mir weitesgehend sicher, dass es Lollo Rosso war. Naja .. es war jedenfalls irgendein Lollo.

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Jetzt galt es für mich nur noch, den Mangold irgendwie zuzubereiten. Am Freitag gab es also Penne mit Mangold-Sauce. Mein Mixer hat mich da sehr in den Wahnsinn getrieben, denn es galt, den Mangold zusammen mit Knoblauch und Unmengen an Öl zu pürieren – ich klebe quasi am Rezept, wenn ich koche – und diese Sauce dann irgendwie unter die Penne zu rühren. War mir im Endeffekt aber doch zu ölig – notiert für’s nächste Mal.

Den restlichen Kopf Mangold schleppte ich dann am Samstag zu meinen Eltern, wo ich mich über Ostern aufhalten wollte. Gerade angekommen saßen meine Eltern bereits beim Essen und beobachteten mich interessiert dabei, wie ich Mangold blanchierte, Tomaten schnitt und Feta zerbröselte, bevor ich die doch sehr übersichtliche Menge Mangold in eine etwas überdimensionierte Auflaufform brachte.

Das ganze nannte sich schlicht und einfach Überbackener Mangold und war sehr, sehr lecker.

Jetzt bleiben mir nur noch vier Möhren übrig, die ich morgen verwerten werde. Wie seht ihr dann hoffentlich nächste Woche auf dem Blog.

In meiner Gemüsetüte befanden sich ebenfalls noch ein Apfel und eine Birne, die ich zum Frühstück und als kleinen Snack auf der Bahnfahrt gegessen habe.

Auf den Tisch gebracht #1

Essen und ich. Das war schon immer so ’ne komplizierte Sache. Und mit kompliziert meine ich, dass ich am liebsten immer nur Beilagen gegessen hätte. Vor allem, seit ich alleine wohne, ist das ein bisschen ausgeufert, aber irgendwann machen auch Reis und Nudeln keinen Spaß mehr.

Stattdessen bin ich total mutig geworden und habe in der letzten Woche mal ein bisschen rumgekocht. Insgesamt sind dabei fünf verschiedene Gerichte rumgekommen, über die ich hier kurz sprechen will.

Am Dienstag hab ich gleich losgelegt mit einem Winter-Ratatouille mit Möhren und Aubergine. Möhren sind ja schon so ’ne spezielle Sache bei mir. Sobald sie in irgendeiner Form kleingeschnitten sind – am besten noch geraspelt – esse ich sie. Viel aufregender war da die Aubergine. An sich alles ganz lecker – Auberginenschale ist aber vielleicht doch nicht sooo lecker.

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Ich habe das ganze diesmal mit Couscous gemacht, ganz wie es im Rezept steht, aber ich kann es mir vielleicht noch ein bisschen besser mit Reis vorstellen. Werde ich vielleicht demnächst nochmal ausprobieren.

Mittwoch gab es auch schon meinen Favoriten der Woche – Möhren-Linsen-Suppe. Sieht zwar eigentlich mehr aus, wie ein Babybrei, hat mir aber doch alles super geschmeckt. Außerdem kam es super mit der Menge an Möhren aus, die noch vom Vortag übrig waren. Ich glaube, dass man das super vorbereiten und aufbewahren kann, was ich für die Zeit, wenn die Uni wieder losgeht, super praktisch finde.

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Dazu habe ich den Brotsalat vom Marsmädchen gemacht und – hoppala! – Tomaten schmecken ja doch gar nicht so scheiße.

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Donnerstag gab’s dann Rote-Bete-Couscous-Patties und Avocadocreme. Sah alles ganz nett aus, war dann aber bis auf die Patties doch nicht so mein Ding. Ich bin aber auch einfach kein Freund von kaltem Mittagessen und konnte mich deshalb nicht richtig mit der Avocado anfreunden. Die Patties werde ich aber vielleicht noch einmal mit etwas anderem zusammen machen.

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Freitag ist in meiner Familie offizieller Pastatag. Da habe ich mich auch dran gehalten und Pasta mit Aceto-Sauce gemacht. War ganz lecker, ist aber doch noch ausbaufähig. Die getrockneten Tomaten sind aber für mich in Pasta auf jeden Fall schon einmal ein Garant dafür, dass es gut schmeckt!

Das Wochenende über haben meine Eltern sich dann um das Essen gekümmert, aber Montag war ich dann doch noch einmal an der Reihe. Mit Süßkartoffel-Kokos-Suppe. Davon gibt es leider kein Foto, weil .. naja, es war alles zu schnell weg.

Eigentlich war ich auch nie ein Suppenkasper, aber beide Suppen, die ich letzte und diese Woche gekocht habe, haben mir super geschmeckt und werden wohl auf jeden Fall ins Standardrepertoire aufgenommen. Von beiden findet sich auch noch eine einzelne, übergebliebene Portion im Tiefkühler.

Süßkartoffeln zu schneiden und klein zu würfeln wird aber wohl einfach nicht mein Hobby.

Ich finde das für mich bisher eine gute Bilanz und freue mich darauf, demnächst noch ein paar andere Sachen kochen zu können. Gespannt bin ich aber, wie das in meiner eigenen Wohnung und in meiner eher minderwertigen Küche funktionieren wird.

Ich werde aber wohl hier darüber berichten.

Gekocht: Rote-Bete-Möhren Salat

Die Tage hab ich mal wieder gekocht und auch diesmal hat es das ganze auf den Blog geschafft. Meiner Meinung nach ist das ganze noch ein bisschen einfacher, als die Pasta vom letzten Mal und deshalb auch schnell die Zutatenliste.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 2 kleine Knollen Rote Bete
  • 2-3 Möhren
  • 1 kleiner Kopf Eisbergsalat
  • 1 Zitrone
  • 1 TL Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • 90g Schafskäse

Damit ihr das schlimmste schon einmal hinter euch habt, fangt ihr gleich mit der Roten Bete an. Am besten gleich Einweghandschuhe anziehen, weil die Hände sich sonst auch nett rot verfärben. Die Knollen werden gewaschen, geschält und dann auf einer Kastenreibe in eine Schüssel gerieben. Das nimmt auch eigentlich schon die meiste Zeit in Anspruch und wenn ihr vielleicht nicht so geübt darin seid – wie ich zum Beispiel – kann es gegen Ende auch in den Fingern wehtun. Und ich meine das nicht aus Gründen von Blut.

Genauso verfahrt ihr auch mit den Möhren. In die Schüssel mit der Rote Bete-Möhren-Mischung kommt zusätzlich der Saft einer halben Zitrone.

Weiter geht es dann auch schon mit dem Eisbergsalat. Der wird einfach kurz abgewaschen, die beiden großen äußersten Blätter werden entfernt und der Salat wird in mundgerechte Stücke zerrupft. So kann er auch schon gleich in die Schüssel wandern.

Für das Dressing gebt ihr den Saft einer halben Zitrone, den Honig, Öl, Salz und Pfeffer zusammen. Das nun noch über den Salat gießen, gut untereinander vermengen und den Schafskäse oben drauf verteilen und fertig!

Gekocht: Ziegenkäsepasta mit getrockneten Tomaten und Basilikum

Zur Abwechslung und auf Anfrage gibt es heute mal nichts Gebackenes, sondern Gekochtes! Und zwar von mir eigenhändig gekochtes Essen, dass sogar richtig gut geschmeckt hat!

Es geht sich um die Ziegenkäsepasta, die ich bei Eat Smarter gefunden habe. Dann mussten nur noch schnell die richtigen Zutaten eingekauft werden und schon konnte das Gekoche losgehen.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 120g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5-6 Stiele Basilikum
  • 120g Ziegenkäse
  • 200g Vollkorn-Pasta
  • Salz, Pfeffer

Ich habe damit begonnen, erst einmal Wasser für die Pasta aufzusetzen – und es zahlt sich aus, denn das ganze ist eigentlich sehr schnell fertig.

Dann habe ich erst einmal alles mögliche mit einer Gabel aus Gläsern gefischt. Zunächst natürlich die getrockneten Tomaten. Die werden in ein Sieb gegeben, damit man darunter in einem Becher das übrige Öl auffangen kann.

Während die Tomaten munter abtropfen, kann man schon einmal zwei Knoblauchzehen aus dem Glas fischen – ja, ich verwende eingelegten – und sich gleich darauf mit einem scharfen Messer bewaffnen, um den Knoblauch fein zu hacken.

Dann kann das aber auch wieder zur Seite. Als nächstes habe ich mir den Ziegenkäse vorgenommen, der einfach nur leicht in den Händen zerbröselt wird.

Die Tomaten sollten mittlerweile ausreichend abgetropft sein, sodass ihr diese dann ebenfalls in Streifen schneiden könnt. Wie und in welcher Größe ist einem selbst überlassen, ich mag es lieber wenn es etwas kleiner ist. Außerdem pappt das ganze aber sowieso noch gut aneinander später.

Wenn das alles erledigt ist, messt ihr zwei Esslöffel von dem abgefangenen Öl ab und gebt das in eine große Pfanne. Die sollte zu Beginn einmal mit dem Öl heiß werden, sodass man den Knoblauch darin anbraten kann, sobald die Tomaten man die Tomaten reingibt, kann man die Platte aber auch wieder auf mittlere Hitze zurückschrauben.

Die Tomaten-Knoblauch-Mischung gut drei Minuten anbraten lassen, bevor der Ziegenkäse dazukommt. An der Stelle darf man wirklich nicht vergessen, einfach immer weiter zu rühren, damit der Käse nicht allzu sehr am Pfannenboden haftet.

An der Stelle kann man die Platte auf der die Pfanne steht dann noch ein bisschen kleiner drehen, damit man kurz Zeit hat, den Basilikum zu waschen und ebenfalls grob zu hacken.

Im gleichen Atemzug auch gleich die Pasta abgießen – natürlich erst, wenn sie auch fertig ist – und kurz abschütteln, bevor sie auch gleich in die Pfanne kommt.

Schnell noch den Basilikum oben drüber und alles mit einer Zange gut vermischen – fertig!

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