Retrospektive pt. 3

Nice try, aber schon wieder nicht am Sonntag geschafft. Naja, vielleicht ja nächste Woche. Dafür komme ich aber auch gerade erst aus Berlin zurück und das war sehr, sehr schön. Später mehr.

Musikalisch war es diese Woche irgendwie unglaublich einseitig, aber immerhin habe ich mir endlich auf Jennis Empfehlung hin Hamilton angehört – wir haben bereits im Podcast darüber gesprochen – und kann jetzt nicht mehr aufhören. Und ja, ich bin late to the party, aber das war schon immer meine Stärke. Zwischendurch lief dann noch ein, zweimal Roswell von Marteria bei mir.

Am Samstag war ich außerdem auf dem Bergfunk in Königs-Wusterhausen (ehm, ja ..), um Turbostaat zu sehen und das war insgesamt ein sehr süßes, kleines Festival, wie ich finde. Nach eher dürftigen Deichbrand-Auftritt – eher wegen des Publikums – war das ganz wunderbar. Sogar so wunderbar, dass ich mich frage, wieso ich denn jetzt wieder zweieinhalb Wochen bis zum nächsten Konzert warten muss. Dafür steht aber nächste Woche noch Rocky Votolato und das Green Juice in Bonn an. Auch nice.

Nebenbei habe ich Sense8 wieder unterbrochen, um die zweite Staffel Shadowhunters anzusehen, aber was soll ich sagen. Ich hasse die Serie immer noch und habe erst eine Folge gesehen. Mehs.

Zuletzt habe ich diese Woche noch wunderbares Kichererbsen-Curry gekocht. Das wars dann aber irgendwie auch mit erwähnenswerten Dingen.

Advertisements

Retrospektive pt. 2

Den Vorsatz, jeden Sonntag zu posten habe ich ja schon mal nicht eingeladen. Dafür habe ich aber auch den halben Sonntag bei IKEA (ha! Holland!) und anschließenden mit dem Aufbau der neuen Möbel verbracht. Umzug läuft.

Musik kann man dabei ja ganz gut hören und deshalb habe ich auch gleich ein paar Alben von meiner 2017 Liste abgearbeitet, die noch gehört werden wollten. Dass die allesamt noch aus dem Februar sind, ist irgendwie doof, aber sie sollten ja doch nicht so schnell an Aktualität verlieren.

Das war unter anderem Prisoner von Ryan Adams. Für mich ein angenehmes, folkiges Album mit wunderbaren Songs, wie zum Beispiel „Broken Anyway“, das es definitiv wert ist, auch das ein oder andere Mal mehr angehört zu werden.

Außerdem habe ich auch endlich Memento Mori von Matt Pryor. Das ist durchaus auch besser, als ich es erwartet hätte, wenn man bedenkt, dass er eben mal Sänger von The Get Up Kids war und da doch eigentlich nichts rankommen kann – und man ebenfalls bedenkt, dass er mal bei Reggie and the Full Effect beteilgt war und ich die ganz grauenhaft finde. Naja, kurz gesagt: Memento Mori ist auch wirklich gut und ich habe viel zu lange damit gewartet, es anzuhören.

Zum Schluss möchte ich ich noch kurz Broken Glances von The Pigeon Detectives erwähnen. Das geht schon eher in die Indie-Richtung und hat mich eher wegen des Covers neugierig gemacht, aber auch die Musik konnte mich im Endeffekt überzeugen. Besonders hervorheben möchte ich hier den Song „A little bit alone“.

Der Podcast Abschnitt bleibt in dieser Woche sehr übersichtlich, weil ich kaum dazu gekommen bin, mich mal hinzusetzen und etwas aufmerksamer zuzuhören. Trotzdem habe ich eine Empfehlung, den No Sleep Podcast. Obwohl, nicht nur den Podcast an sich. Es handelt um eine Show, in der fiktionale Geschichten aus dem Reddit „No Sleep“ Forum vertont werden. Mein Favorit ist dabei bisher eine Geschichte aus der aktuellen Folge, „The story of my grandfather’s missing arms“. Ohne ein wenig Geld oder gleich einen Season Pass zu kaufen, kann man die Folgen allerdings nicht komplett anhören. Das Forum ist allerdings frei zugänglich. Wer also gerne Horror Fiction liest, sollte hier definitiv einmal vorbeischauen.

Desweiteren habe ich Elementary bis einschließlich Staffel 4 letzte Woche zu Ende geguckt und warte jetzt mal wieder darauf, dass Staffel 5 bei Netflix online geht. Ich muss sagen, dass das nach anfänglichen Schwierigkeiten wirklich eine meiner liebsten Serien geworden ist und ich diese Aufmachung lieber mag als BBC’s Sherlock.

In Episode 15 bin ich außerdem auf einen wunderbaren Song gestoßen, den ich nicht vorenthalten will.

 

Zuletzt habe ich die erste Staffel Sense8 nach einer Unterbrechung ebenfalls zu Ende gesehen. Ich bin einfach jetzt schon traurig, dass nach Staffel 2 schon Ende ist, weil es so eine großartige Serie ist. Manno!

Hier gab es in Episode 9 eine großartige Coverversion von Bob Dylan’s „Knockin on heaven’s door“ von Antony and the Johnsons.

 

Hiermit verabschiede ich mich auch erst einmal wieder von meinem Wochenrückblick der letzten Woche und versuche noch einmal, nächstes Mal wieder am Sonntag zu posten.

Retrospektive pt. 1

Am Montag bin ich vom Deichbrand zurückgekommen – schön, mit ordentlichem Sonnenbrand und zerstörten Schuhen. Wie das eben sein muss. Aber: das war wunderschön und an sich ein großartiges Festival mit großartigem Line Up. Das hat vor allem dazu geführt, dass ich in der letzten Woche zu großen Teilen nur Biffy Clyro gehört habe (Spoiler: Der Deichbrand-Auftritt war wunderbar).

Ein paar wenige andere Sachen waren aber auch noch dabei. Aufmerksam machen möchte ich auf einen Song ganz besonders:

Keine Ahnung, das war in meinem Mixtape und ich habe Max Prosa vorher nie gehört, aber Song und Text sind wunderbar und sollten gehört werden.

Außerdem habe ich mir das Debütalbum Asleep in the Kaatskills von The Great Albatross angehört und es durchaus hörbar gefunden. Es hat mich nur nicht wirklich von den Socken gerissen, aber das macht es ja nicht schlecht. Dafür sticht das Artwork für mich wirklich ins Auge, weil es so farbenfroh ist.

Daneben habe ich in dieser Woche ziemlich viele Pocasts gehört. Genau genommen, sehr viele Podcasts über Mordfälle und verschwundene Personen. Ein paar davon möchte ich hier auch kurz erwähnt haben:

The Trail went cold – Minisode 24 – The Truth Fellowship (Episode vom 26.07.17)

Es geht grob um das Verschwinden von 4 Personen im Umfeld einer Sekte oder sektenähnlichen Gruppierung.

My Favourite Murder with Karen Kilgariff and Georgia Hardstark – 79 – The Sharpest Needle (Episode vom 27.07.17)

Nicht mein liebster Podcast, aber der erste Teil der Episode war einfach so erschreckend, dass ich seitdem ich es gehört habe, die ganze Zeit darüber nachdenken muss. Es geht um das sogenannte „Collar Bomb Heist“ und hier gibt es auch noch einen Artikel von WIRED dazu.

Americana für euch – Maximum Security Incarceration (Episode vom 28.07.17)

Einer meiner liebsten Podcasts mit der letzten neuen Episode. Es geht um Hochsicherheitsgefängnisse in den USA und ist wie immer wunderbar und sympathisch aufgemacht.

Secta – #6 Church of Satan – Alles nur Show? (Episode vom 28.07.17)

Hier wird darüber gesprochen worum es sich bei der Church of Satan handelt und inwieweit eine Gefahr davon ausgeht.

In den letzten zwei Tagen habe ich mich dann auch noch einmal ein bisschen damit beschäftigt, Elementary weiterzugucken. Mittlerweile mag ich die Serie wirklich gerne und sogar besser als Sherlock von der BBC, da irgendwie viel mehr Zeit ist, sich mit den beiden Hauptcharakteren zu beschäftigen und irgendwie Raum für mehr Zwischenmenschliches ist. Da die fünfte Staffel bei Netflix noch nicht online ist, bleiben mir noch 12 Folgen, bis ich erst einmal durch bin. Danach wartet aber immer noch der Rest von Sense8 auf mich.

Nützlich gemacht habe ich mich diese Woche dann aber doch auch noch und neben ein paar Sachen für den Umzug auch wieder jeden Tag gekocht – denn, ich habe endlich wieder Lust darauf!

Meine Favoriten waren ein Pfannengericht mit Zucchini, Paprika und Kichererbsen und eine Pilz-Karotten-Pfanne (das Fleisch in beiden Rezepten habe ich durch vegetarische Alternativen ausgetauscht). Die vegane Carbonara aus Blumenkohl ist bei mir leider durchgefallen wegen der Unansehnlichkeit.

Ich glaube, hiermit habe ich über meine Woche soweit alles gesagt. Allerdings mchte ich mir Mühe geben und versuchen, das jetzt jeden Sonntag zu machen. Mal sehen, wie das so läuft.

„Nichts ist neu“ von Love A

Wenn mich momentan etwas davon abbringen kann, die ganze Zeit nur Bands á la Mitski, Foxygen oder Vagabon zu hören, dann finde ich, ist das endlich wieder Grund genug, um den Blog hier ein bisschen zu entstauben und einfach ein bisschen über dieses Album zu sprechen, was genau das geschafft hat.
Nichts ist neu von Love A. Ja, nachdem das Album jetzt schon etwas über zwei Wochen veröffentlicht ist, habe ich auch verstanden, dass „Nichts ist leicht“ nur der Titel des Openers ist und nicht der, des ganzen Albums.

Wo wir schon einmal beim Opener sind, kann ich direkt einmal sagen, dass das ganze Album für mich etwas düsterer und erwachsener klingt, als die drei Vorgänger („Eigentlich“, „Irgendwie“ und „Jagd und Hund“). Das finde ich durchaus ziemlich gut, weil Love A bis zu diesem Punkt für mich irgendwie immer eine Band war, die ich zwar richtig gerne mochte, wenn es denn irgendwo lief oder ein Konzert in der Nähe (..haha) stattfand, aber die im Anschluss auch schnell wieder in Vergessenheit geraten ist.

Dazu möchte ich nur mal kurz erwähnen, dass ich Love A vor 2016 schon dreimal irgendwo gesehen habe und mich auf dem Berlin-Konzert im Januar ’16 so fühlte, als würde ich sie zum ersten Mal sehen, weil ich mich an keines der vorangegangenen Konzerte mehr erinnern konnte.

Soweit der Exkurs zu meinen Erfahrungen mit Love A und zurück zum aktuellen Album.

Auch wenn das keiner mag, tun wir das jeden Tag und man gewöhnt sich dran, immer zu verlieren.“

Mein Eindruck, dass das Album irgendwie düsterer ist, mag vielleicht alleine durch die beiden Songs „Die Anderen“ und „Verlieren“ kommen. Das sind beides diese Art von Song, bei dem man selbst bei 30°C eine Gänsehaut bekommt. Also, bei mir jedenfalls und irgendwie kann ich gar nicht anders, als diese beiden Songs als meine liebsten vom Album zu betiteln. Vielleicht gerade, weil sie so schön traurig und „relatable“ sind, denn irgendwie waren mir traurige Lieder schon immer die liebsten.

Einen Moment lang für immer lachen und dann im nächsten an das Grau gekettet sein.“

Irgendwie sind Menschen aber auch immer noch genauso kacke, wie auf den Vorgängern. Das merkt man vor allem am Song „Nachbarn II“. Darüber, dass es als Sequel zum Song „Nachbarn“ auf dem ersten Album „Eigentlich“ zu sehen ist, haben sich sicherlich schon genug Reviews ausgelassen, aber hört man mal beide Songs nacheinander, merkt man durchaus, inwieweit sich die Musik verändert hat. Das war für mich ziemlich interessant, zu bemerken.

Den gleichen Effekt sehe ich aber auch bei „Kanten“ und „Weder noch“, die es schon einmal als 7“ zu kaufen gab (das Konzert, für das ich mal nach Berlin fuhr ..) und jetzt für das neue Album noch einmal neu aufgenommen wurden. Beide klingen jetzt irgendwie voller oder fertiger. Beides hat irgendwie etwas für sich, aber ich finde es einfach schön, die Entwicklung zu sehen.

Auch hier noch einmal kurz am Rande bemerkt: besonders bei den ersten beiden Alben fällt es mir oft immer noch schwer, die Songs zu unterscheiden ohne den Gesang. Das Problem habe ich besonders bei „Nichts ist neu“ gar nicht mehr.

Insgesamt könnte ich hier schon einmal über eines meiner Top Alben 2017 geschrieben haben. Wer weiß denn schon, was da noch kommt.

Lieblingsalben 2016.

Heute liste ich hier, ganz typisch für das Ende des Jahres, Kram (Musik) auf, die mir in diesem Jahr viel Freude bereitet hat. Manche hab ich das eine oder andere Mal auch live hören können, aber dazu wird es vielleicht noch einen zweiten Beitrag geben.
Ich habe also tatsächlich 10 aus ich-weiß-nicht-wievielen-Alben auswählen können und das sind sie.

  1. Fjort – Kontakt

    Das kam jetzt vermutlich nicht überraschend, aber für mich ist Kontakt ein Album, das mich konstant über das ganze Jahr hinweg begleitet hat, seitdem es im Januar rausgekommen ist. Ob auf Platte oder live. Das war immer dabei.

  2. Turbostaat – Abalonia

    Nachdem ich kein allzu großer Fan von „Stadt der Angst“ war, hat sich das mit Abalonia glücklicherweise geändert. Ebenfalls im Januar rausgekommen, hat es mich aber doch ein bisschen Überwindung und Zeit gekostet, es endlich anzuhören. Seitdem war es allerdings Liebe.

  3. Moose Blood – Blush

    Das ist eine dieser Bands, die ich erst in diesem Jahr für mich entdeckt habe (es werden allerdings noch eine Handvoll solcher Bands folgen) und gleich für fantastisch befunden habe. Gerade Songs wie die Single Knuckles oder Pastel höre ich sehr, sehr gerne – und eigentlich zwinge ich mich nur, nicht alle 10 Songs aufzulisten.

  4. Heisskalt – Vom Wissen und Wollen

    Meine einzige Frage zu diesem Album ist: Wie kann Musik so viele traumatische Erlebnisse an die Oberfläche bringen?

  5. Rob Lynch – Baby, I’m a runaway

    Lange erwartet, ist es dieses Jahr endlich soweit gewesen! Nach drei Jahren (glaube ich?) das zweite Album von Rob Lynch. Wunderbar, fantastisch, so wie ich es mir erhofft hatte.

  6. Captain Planet – Ein Ende

    Eine Band, die mich jetzt seit vier Jahren begleitet – seitdem das Vorgängeralbum Treibeis erschien. Und diesen Vorgänger werde ich immer mit wichtigen Dingen in Verbindung bringen, die in meinem Leben passiert sind, aber Ein Ende gehört durchaus zu meinen Highlights. Mir gefällt einfach, wie Captain Planet ihre ganz eigene Art von Songs haben. Ich glaube, das könnte ich immer erkennen.

  7. Brian Fallon – Painkillers

    Ich war nie großer Fan von The Gaslight Anthem. Ehrlich gesagt, so gar nicht. Das Soloalbum von Brian Fallon finde ich aber auch einfach ganz anders und wunderbar. Songs wie Honey Magnolia oder A Wonderful Life mag ich sehr, sehr gerne.

  8. Apologies, I have none – Pharmacie

    Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, abgesehen davon, dass es wie erwartet großartig ist.

  9. Basement – Promise Everything

    Das ist wieder eine dieser Bands, die ich erst dieses Jahr für mich entdeckt habe. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob Promise Everything nicht sogar das Debüt war, aber das ist ja auch egal. Es ist es auf jeden Fall wert das eine oder andere Mal (mehr) gehört zu werden!

  10. John Allen – Ghosts

    Manchmal tauchen Alben oder Künstler in den Empfehlungen bei Spotify auf, die man zwar nicht kennt, aber einfach anhören muss. So war das auch mit John Allen. Und das war gut zu, denn schon der erste Song Good Times hat mich emotional kaputt gemacht.

Außerhalb der Wertung befindet sich für mich dann noch Laufenlassen von Liedfett, aus dem einfachen Grund, dass ich es erst so spät in diesem Jahr gehört habe (vor 2 Wochen ..) und ich es gerne eigentlich unter den ersten zehn Alben eingeordnet hätte, aber naja. Irgendwie auch nicht.

Trotzdem möchte ich jedem, der die Band oder das Album noch nicht kennt, dieses ganz dringend ans Herz legen.