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„Ich spar mir nichts mehr für später ..“ // FJØRT auf Kontakttour 2016

Das letzte Konzert ist jetzt schon über zwei Wochen her und so langsam sehe ich mich auch wieder dazu in der Lage, über diese Tour und über diese Musik zu schreiben. Bereits in einem früheren Post hatte ich ja erwähnt, dass mich Kontakt fürchterlich emotional macht .. das hat sich übrigens auch nicht geändert, als ich es dann live gehört habe. Aber es war vielleicht auch etwas mutig von mir, das zu denken ..

Aber jetzt von Anfang an. Das erste Konzert der Tour, das ich sah – übrigens auch mein erstes FJØRT-Konzert seit immer – war am 26. Februar in Berlin im Privatclub. Location und das ganze drum und dran fand ich wundervoll, aber mit Berlin kann ich sowieso immer sehr gut leben. Obwohl die Show im Vorfeld bereits ausverkauft war, habe ich den Club am Abend als gar nicht so voll empfunden, wie es in anderen Läden noch passieren sollte.

Einerseits gefreut, andererseits ein bisschen geärgert, habe ich mich darüber, dass Belvedere nicht auf der Setlist stand. Für mich im Vorfeld einer meiner liebsten Songs vom Album, damit aber auch doppeltes Emotionsproblem.

Die Vorband We never learned to live habe ich an dem Abend auch zum ersten Mal ever gehört, obwohl sie mir namentlich schon eine Weile bekannt war. Leider habe ich sie beim ersten Mal als etwas langatmig empfunden.

FJØRT waren im Gegensatz dazu sehr schön, laut und eben sehr spannend – ich erinnere mich an akut gefährdete Fotografen auf der Bühne.

Diesen Song [Kleinaufklein] haben wir bis jetzt auf jedem einzelnen Konzert gespielt ..“
-Müssten wir eigentlich mal ändern ..
„Aber nicht heute!“

Am Montag darauf, dem 29. Februar, ging es für mich auch schon nach Frankfurt. Das Konzert am Abend im Elfer war ebenfalls bereits im Vorfeld ausverkauft. Im Vergleich zu Berlin war es allerdings um einiges enger und dicht gedrängt. Dafür gab es aber auch kleine Änderungen an der Setlist zu hören und das eben schon genannte Belvedere war nun auch vertreten – und ich dachte, ich wäre vorbereitet gewesen, haha. Lichterloh rutschte stattdessen an einen prominenteren Platz in der Setlist, nämlich in die Zugabe.

Durch den eher vollgestopften Laden kam es an diesem Abend allerdings auch zu einem Vorfall, der eine Nase und einen Basshals betraf. Sieht man davon ab, war es meiner Meinung nach allerdings ein sehr gelungener Abend und ein sehr gelungenes Konzert – Frankfurt, gerne wieder!

Eine Woche später machte sich unsere kleine Gruppe – ääh, ich meine #klassenfjørt – auf den Weg nach München. Mit dem absolut unterhaltsamsten Fernbusfahrer ever!

Die Kranhalle kannte ich schon von der Adam Angst Tour im letzten Herbst und auch das drumherum hatte mir eigentlich sehr gut gefallen. Bei der FJØRT-Show kam es mir dann aber doch ein bisschen leer (und ein bisschen lahm) vor, was ich ein bisschen schade fand. Im Gegensatz zu anderen Locations auf der Tour handelte es sich hierbei aber eben auch um eine kleinere „Halle“ und nicht um einen Club. Hinzu kam natürlich noch die absolut nicht sehenswerte Barkarte dort.

Nach den beiden ausverkauften Konzerten habe ich hier doch sehr deutlich einen Unterschied gemerkt. Dem Konzert an sich hat das aber natürlich keinen Abbruch getan.

Am Tag darauf stand für mich das Konzert in Nürnberg im Club Stereo an. Eine eher spontane Reise, die ich mir im Nachhinein gerne erspart hätte. Nicht wegen der Show am Abend, sondern eher wegen Nürnberg an sich und meiner Überforderung.

Im Gegensatz zu München am Vortag war der Club Stereo ein wundervoller kleiner Club im Keller mit einer kleinen Bühne. Obwohl auch dieses Konzert – wenn ich mich recht erinnere – nicht ausverkauft war, war es ordentlich voll vor der Bühne. Hier habe ich für mich auch endlich festgestellt, dass We never learned to live dann doch eine sehr gute Vorband sind und absolut hörenswert!

Mittwochs folgte dann das Konzert, quasi Zuhause, in Köln im Artheater. Auch hier – natürlich? – wieder ausverkauft. Auch hier verläuft es sich durch den Innenhof mit Bänken & Raucherzelt und dem ganzen drum und dran aber auch sehr, sodass man nicht die ganze Zeit so rumgeschoben wird im Vorraum.

Auch wenn ich gerne etwas abwechslungsreicher schreiben würde, war auch dieses Konzert einfach sehr super.
Anders, als unser vermeintlicher Heimweg, wenn man spontan vergessen hat, dass es unter der Woche war. Vier Stunden am Kölner Hauptbahnhof? Easy!

Mit leichtem Schlafdefizit – so circa 48 Stunden .. – ging es donnerstags dann auch zum letzten Konzert der Tour ab nach Hamburg. Das ist schon an sich sehr viel Liebe, aber mit einem FJØRT-Konzert abends im Molotow noch ein bisschen mehr. Hostels, die maximal 100 Meter vom Club entfernt sind, stellten sich als sehr praktisch heraus, nachdem wir praktischerweise auch gleich in Annikas Geburtstag reinfeiern konnten.

Nach vielen tollen Konzerten war dieses noch einmal ein bisschen besser, ein bisschen absurder und sehr, sehr viel wilder.

Im Nachhinein war es für mich eine der besten Ideen, diese sechs Konzerte zu besuchen. Allein um einmal alles so richtig zu realisieren. FJØRT sind gut fürs Herz und machen eine wahnsinnig gute Show, die toll mitanzusehen ist.

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Ein Kommentar zu “„Ich spar mir nichts mehr für später ..“ // FJØRT auf Kontakttour 2016

  1. Pingback: [23.08.2016] Thrice in der Live Music Hall in Köln | Misstraurig unterwegs

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