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Rezension: Die neue Welt (The End 1) von G. Michael Hopf

Kurzinformation

  • Erschienen: September 2015
  • Verlag: Luzifer Verlag
  • Seiten: 394 Seiten
  • Preis: 3,99€ (eBook)
  • ISBN: 978-3943408218
  • Reihe: Teil 1/4

Klappentext

Für Gordon Van Zandt waren Treue und Pflicht gegenüber dem Vaterland so selbstverständlich, dass er direkt nach 9/11 das College hinschmiss und ins Marine Corps eintrat. Doch diesen jugendlichen Idealismus ließ er bald in einer kriegsgeschändeten Stadt im Irak zurück. Zehn Jahre später kämpft er noch immer mit den Geistern seiner Vergangenheit, als er und seine Familie plötzlich einer neuen Realität gegenüber stehen. Nordamerika, Europa und der ferne Osten erlitten einen verheerenden Super-EMP-Angriff, der vernichtende Auswirkungen auf die Stromnetze und alle elektrischen Geräte zur Folge hat. Nach dem totalen Zusammenbruch jeglicher wirtschaftlicher Infrastruktur ohne Auto und Telefon weiß Gordon, dass er um begrenzte und schwindende Ressourcen kämpfen muss. Gemeinsam mit befreundeten Nachbarn beschließt er, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen und Rücksicht gegenüber anderen Menschen gehört nicht dazu.
Jeden Tag muss er Entscheidungen treffen, die in der alten Welt extrem und äußerst brutal erschienen wären, nun aber überlebensnotwendig sind.

Rezension

Als Gordon Van Zandt wie jeden Morgen joggen geht, rasen auf einmal Autos völlig unkontrolliert ineinander. In der Ferne sieht er ein Flugzeug abstürzen und die sämtlichen Handys der anwesenden Menschen funktionieren nicht mehr. Dank seiner Vergangenheit im Marine-Corps ahnt er bereits, dass etwas ganz und gar nicht stimmt und beginnt, das Überleben seiner Frau und der beiden gemeinsamen Kinder zu sichern.

Die neue Welt ist ein Roman, der drei Erzählstränge miteinander vereint. Hauptgeschichte ist die um Gordon van Zandt, der nach seinem Austritt aus dem Militär mit seiner Familie in einem abgeschlossenen Wohngebiet in San Diego lebt. Weiterhin wird die Geschichte seines Bruders Sebastian erzählt, der sich zur Zeit des Anschlags im Auslandseinsatz befindet und eine abenteuerliche Reise zurück in die Vereinigten Staaten vor sich hat. Zuletzt beschreibt Michael Hopf die Handlung um den neuen Präsidenten, Brad Connor.

Gerade wegen letzterem hatte ich des öfteren das Gefühl, The End wäre ein etwas abgewandeltes „House of Cards“ mit apokalyptischen Tendenzen.

Der Protagonist der Geschichte, Gordron van Zandt, passt meiner Meinung nach sehr gut in die Rolle der Hauptperson. Er ist in weiten Teilen eher egoistisch veranlagt und sorgt sich nur um das Überleben der Leute, die ihm auch wirklich etwas bedeuten oder die einen Nutzen für ihn haben – beispielsweise um Jimmy, dessen Auto bei dem Anschlag nicht beschädigt wurde.

Allerdings findet Gordon sich manchmal meiner Meinung nach ein bisschen zu gut in das ein, was um ihn herum passiert. Während die gesamte Bevölkerung von San Diego scheinbar in Panik verfällt, geht Gordon ruhig und beinahe stoisch einem Plan nach. Auch seine Frau Samantha reagiert mir persönlich etwas zu besonnen.

Insgesamt fehlte es mir über weite Teile der Handlung vor allem an Spannung. Unterteilt man den Roman in zwei Hälften, dümpelt der erste Teil unglaublich vor sich hin und es passiert nicht wirklich etwas. Beim Lesen kam es mir alles noch wie Vorhandlung vor – was ein bisschen zuviel wäre. Auch konnte ich nicht wirklich warm werden mit den Charakteren, wobei sich dieser Umstand meiner Meinung nach dann doch wieder ganz gut in die Handlung einfügt. Oder zumindest in Gordons Ansichten, die an den Leser transportiert werden.

Ich habe dort drüben mein Leben riskiert, um den Menschen Freiheit zu schenken, die nichts davon verstehen und uns hassen (…)“ (Pos. 4646)

Trotz meiner bisherigen Zweifel am Roman – was vor allem daran liegt, dass es mir streckenweise einfach zu amerikanisch ist von den Äußerungen her – bin ich gespannt, wie sich Haleys (Gordons Tochter) Geschichte weiterentwickeln wird im zweiten Band Der lange Weg, da alles in gewisser Weise aus ihrer Sicht erzählt wird.

Bewertungs 4 Herzen

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