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Rezension: „Mord an der Leine“ von Hannes Nygaard

Kurzinformationen

  • Erschienen: April 2009
  • Verlag: Emons Verlag
  • Seiten: 240 Seiten
  • Preis: 9,90€
  • ISBN: 978-3897056251
  • Reihe: Teil 1/3

Klappentext

Frauke Dobermann wird zum LKA Hannover strafversetzt. Missgunst und Angst bereiten der erfolgreichen Kriminalistin einen schwierigen Start, nachdem ein italienischer Geschäftsmann mit einem Fleischhammer erschlagen wurde. Liegt ein Eifersuchtsdrama vor oder sind die Polizisten in ein Wespennest internationalen Ausmaßes gestoßen? Ein weiterer brutaler Mord erschüttert die Polizei, und Frauke Dobermann muss sich gegen innere und äußere Anfeindungen wehren, bevor es zum überraschenden Finale kommt.

Rezension

Die Kommissarin Frauke Dobermann wird aus bisher unerklärten Gründen von Flensburg nach Hannover strafversetzt und muss sich dort in eine bestehende Gruppe des LKA einfinden, was ihr einiges an Problemen bereitet. Ziemlich schnell kommt auch noch ein Fall hinzu, als Marcello Manfredi von einem Paketboten tot aufgefunden wird. Was zunächst wenig rätselhaft erscheint, entwickelt sich dann doch zu etwas viel größerem ..

Eigentlich lese ich gerne Krimis á la „Milchgeld“ (Kobr & Klüpfel), also Krimis die meistens irgendwo in der Provinz spielen oder sich lokal auf eine bestimmte Region beziehen und etwas humorvoller gehalten sind. Genau das hat Mord an der Leine von Hannes Nygaard eigentlich auch zu bieten. Ein Roman – besser, ein Krimi – der in der in und um Hannover spielt und ein Mordgeschehen beschreibt und aufklärt. Soweit, so gut.

Mit Frauke Dobermann erschafft Nygaard allerdings eine Protagonistin, die mir in vielerlei Hinsicht viel zu viel ist. Sie ist mir stellenweise so dermaßen unsympathisch und überheblich, dass ich das Buch des öfteren eigentlich nur zur Seite legen wollte. Gut, dass das nun eigentlich nicht meine Art ist und ich Bücher meistens beende, egal wie wenig sie mir gefallen.

Zunächst einmal fehlt diesem Roman schon alleine dadurch der nötige Ernst, wenn ich mir die Namensgebung ansehe. Zwar irgendwie markant, da ich mich auch zwei Wochen nach dem Lesen noch gut an alle Absurditäten erinnern kann, aber mir persönlich nicht gerade passend. Da gibt es beispielsweise Dobermanns Kollegen Jakob Putensenf.

Es bleibt dann allerdings auch nicht nur bei den etwas seltsam anmutenden Namen der Protagonisten, denn mir persönlich ist auch eine von Zeit zu Zeit eher merkwürdige Wortwahl Nygaards aufgefallen. Eine Brille wird im Roman konsequent Augengläser genannt, eine elektrische Zahnbürste Mundhygienecenter.

Vom Buchtitel Mord an der Leine habe ich auch etwas ganz anderes erwartet, als es sich im Endeffekt herausstellte, denn das einzige, was der Fluss wohl mit diesem Roman zutun hat, ist die Tatsache, dass die Leine nun einmal durch Hannover fließt. Ob das nun gewollt so gewählt ist, um den Leser auf den ersten Blick ein bisschen in die Irre zu führen, weiß ich natürlich nicht, allerdings kommt es mir persönlich schon sehr zufällig gewählt vor.

Im Großen und Ganzen bietet „Mord an der Leine“ meiner Meinung nach ein kurzfristiges Lesevergnügen. Die Geschichte um die Ermittlungen wird zwar gut und weitesgehend spannend erzählt, allerdings habe ich die genannten Punkte von Zeit zu Zeit doch eher als störend empfunden. Außerdem hatte ich ebenso meine Probleme mit den Protagonisten des Buches, da ich irgendwie nicht richtig mit ihnen warm werden konnte. Demnach gibt es von mir 3/5 Punkten.

Bewertungs 3 Herzen

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